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abendtliche Straßenecke in Mapo/Seoul

Wer Korea besucht, wird schnell feststellen, wie speziell das Verhältnis zum Essen dort ist. Die koreanische Küche ist Thema überall: in den Straßen mit unüberschaubarer Anzahl von Lokalitäten verschiedenster Art, bei den Mittagspausen, die regelmäßig in den vielen kleinen Restaurants stattfinden, wo man dann Mühe hat, noch einen Platz zu finden, und ebenso regelmäßig mit den Kollegen oder Freunden Abends in feuchtfröhlicher Runde.

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Cafes und Galerien in der Altstadt von Seoul

Überall wird gekocht. Oft kann man zuschauen, wie die Speisen entstehen. Riesige Märkte, auf denen ein Stand neben dem anderen um die Gunst der Kunden wetteifern. Oder Gruppenkochen auf der Straße, öffentliche KimChi-Zubereitung und offizielle internationale Kochfestivals. Im Fernsehen laufen stundenlange Sendungen, in denen gefachsimpelt und in endlosen Varianten Kochen zelebriert wird. Durchsetzt mit ebenso zahlreichen Kalauern und Gelächter, mit Lebensmittelkunde und medizinischer Wirksamkeit. Ein Land, das sich auf allen Kanälen und allen Medien dem Essen verschrieben hat.

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frische Sojabohnen-Puffer in einem der großen Märkte

Unter Freunden und Bekannten: Immer bringt jemand irgendetwas Selbstgemachtes mit. Wenn jemand krank wird, ist es selbstverständlich, Essen als Geste der Anteilnahme vorbei zu bringen. Als Mitbringsel reicht man schön eingepackte Lebensmittel. Zu Feiern oder Feiertagen werden tagelang Köstlichkeiten vorbereitet. Auch heute noch in der hektischen Moderne. Die Hektik hat erst dann ein Ende, wenn man zusammen am Tisch sitzt. Aus Liebe zur gemeinsamen Mahlzeit.

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Gedenkzeremonie für die Verstorbenen am Neujahrstag

 

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